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Dissertation: Daniela Wagner


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Dissertation: Daniela Wagner

Dissertation / Doktorarbeit / Thesis

Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Sportsoziologie / Abteilung Geschlechterforschung
Symbol

Wagner, Daniela (2009): Die Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen~\\ Führungskräften im organisierten Sport als Spannungsfeld~\\ freiwilliger Vereinigungen~\\ -Bewältigungsmuster organisationsgenerierter Konfliktpotentiale unter~\\ besonderer Berücksichtigung von Geschlechterdifferenzen-

Zusammenfassung:
Kurzzusammenfassung
Freiwillige Sportvereinigungen stehen aufgrund sich ausdifferenzierender Erwartungen und Möglichkeiten im Freizeitverhalten ihrer Mitglieder vor neuen Herausforderungen. Insbesondere größere Sportvereine und -verbände erleben dies als Professionalisierungsdruck. Dieser manifestiert sich dahingehend, dass traditionell ehrenamtliche Beschäftigungsressourcen überfordert und Hauptamtliche zunehmend in die Vereinigungen implementiert werden. Da haupt- und ehrenamtliche Beschäftigung grundlegend unterschiedliche Strukturen aufweist, lässt
eine Kooperation der beiden Strukturformen eine Fülle von Konfliktpotenzialen vermuten. In der organisations-soziologischen und sportwissenschaftlichen Literatur
werden diese Konflikte identifiziert und theoretisch beleuchtet, aber bislang kaum empirisch überprüft. Die vorliegende Arbeit will diese Forschungslücke schließen. Sie
konzentriert sich auf die Zusammenarbeit auf Führungsebene, d.h. auf die Kooperation von ehrenamtlichem Präsidium und hauptamtlicher Geschäftsführung.
Neben der Überprüfung real existierender Konflikte in der Zusammenarbeit werden insbesondere auch die Bewältigungs-formen bestehender Konflikte beleuchtet. Diese
Betrachtung erfolgt unter dem Fokus der Geschlechter-differenzierung.
Die Arbeit verfolgt somit drei inhaltliche Stränge: Die Fragen nach Art und Ausmaß bestehender Konflikte, nach dem Umgang mit strukturinduzierten Konflikten und nach geschlechtsspezifischen Unterschieden im Konflikt-lösungsverhalten. Den theoretischen Hintergrund bilden konflikttheoretische, insbesondere systemtheoretische und konstruktivistische Ansätze. Als Untersuchungsmethode
dient eine explorativ angelegte leitfadengestützte Interviewstudie mit erfahrenen Führungspersonen in Sportverbänden. Es wurden 12 Interviews mit den
hauptamtlichen und ehrenamtlichen Führungspersonen aus sechs
Landesfachverbänden der Sportarten Turnen und Judo durchgeführt. Die Zusammensetzung der Stichprobe berücksichtigte in erster Linie die Geschlechter-konstellation. So waren je zwei Führungsduos gemischt-geschlechtlich, ausschließlich männlich oder ausschließlich weiblich und rekrutierten sich paritätisch aus den alten und neuen Bundesländern.

Brief summary
Voluntary sports clubs and associations are posed with the challenge of growing expectations and increasing alternatives and possibilities of their members in terms
of their recreational behaviour. Larger sports clubs and associations in particular experience an increasing pressure to introduce professional structures. This is mainly due to the fact that engagement resources – which traditionally are based on a voluntary engagement – are overstrained and, thus, professional resources are
implemented. As voluntary and professional engagement fundamentally differ in structures and functions, a cooperation of both supposedly gives rise to an
ampleness of conflicts. These conflicts have been identified and described in sports science and organisational behaviour theory, however, so far based only on very little empirical assessment and verification.
The thesis at hand intends to close this research gap, thereby concentrating on the cooperation at top management level; I.e. voluntary chairmanship and professional
executive management. Existing conflicts in such cooperation are examined and the handling of these conflicts is reviewed in more particularity. This review is undertaken with a specific focus on gender differentiation.
This thesis follows three lines: (i) form and magnitude of existing conflicts, (ii)handling of conflicts induced by structures, and (iii) gender specific differences in
conflict resolution. The theoretical background of this thesis is based on theories of conflict, especially referring to system theory as well as to constructivist approaches.
The research method is a guideline based interviewsurvey. A total of 12 interviews were conducted with voluntary and professional leaders from provincial gymnastics
and judo sports associations. The sampling for the survey predominantly considered the gender constellation. Two of the leadership-duos (chairman and chief executive)which were interviewed are solely male, two are solely female and the remaining two are mixed. The sample equally represents leaders from both the ‘old’ West German and the ‘new’ East German federal states.


17.10.2017 - 03:17